Berichte


Dan-Vorbereitungs-Lehrgang

mit Dirk Kather, 6. Dan 

in Lübeck, 3. Mai 2026

Sonntag Morgen, 10 Uhr, die Einstellung sitzt! Die Einen gehen in die Predigt, die Anderen bereiten ihre Meisterprüfung vor. Ein Dutzend Karateka nahm bei strahlendem Sonnenschein teil. In dieser Graduierungskategorie darf erwartet werden, dass Dan-Träger und werdende Dan-Träger imstande sind, ein eigenes Aufwärmtraining durchzuziehen. Anschließend gab es von Dirk und Arne noch ergänzende Tipps (Wall-Stretch). Dan Partnerübungen, BASICS, sanbon-kumite mit teilweise anspruchsvollen Kombinationen. Nach einer kurzen Pause gibg es dann in die Kata. Pinan nidan, Pinan sandan und Pinan shodan wurden geübt, weil grundsätzlich eine der Pinan abgefragt wird.Seienchin, Bassai dai und Sepai bildeten den Höhepunkt der Übungen. Am Ende des Tages hatten die Osnabrücker während ausreichenden Staus reichlich Gelegenheit, den tonnenweisen Input aufzuarbeiten.


Iaidō  - Bundeslehrgang 1
in Essen, 25. und 26. April 2026
Den Auftakt der diesjährigen Riege der Iaidō-Bundeslehrgänge bot Essen in NRW. Herausragende Gastfreundschaft und hochkarätige Lehrer versprachen eine echte Entwicklung, sowohl als Iaidō-Gemeinschaft, technisch, als auch persönlich. Der Zugewinn, wenn man in einer Gruppe trainiert, die nicht dem Standard-Dōjō-Lehrkörper entspricht, darf nie unterschätzt werden. Natürlich tuten alle Lehrer innerhalb des ZNKR-Curriculums ins selbe Horn, aber der Turbo ist, wenn ein Sensei eben dasselbe erzählt, wie der eigene Sensei, ist sehr oft der Groschen gefallen. Andere Herangehensweise, andere Erklärung, eingängigere Bilder im Kopf, all das führt zur Entwicklung. Und diese bleibt einem Schüler verborgen, der immer nur daheim im eigenen Kämmerlein bleibt. 2017 sagte ein (Karate)- Sensei: "Geht raus! Lernt! Das geht nicht zuhause, da kommt ihr nur langsam weiter!"
Samstag ging es direkt in die ZNKR-Lehre. Durch die Lehrer aus verschiedenen Dōjō und Stilrichtungen, konnte man "den Groschen wieder einmal oft fallen hören". Am Ende standen die ersten Dan-Prüfungen statt. Gut, alte Hasen kennen das: Prüfung. Nur nicht mit Bonbonpapier rascheln. Die Stimmung bei Bundesprüfungen ist einmalig. Absolute Stille, totaler Fokus unf mehr oder weniger aufgeregte Prüflinge. Man kann die buchstäbliche Stecknadel fallen hören. 2 x nidan, 3 x sandan und 2 x yondan bereichern fortan den DIAIB.
Sonntag ging es dann in die Koryu. Mudan und shodan übten nach wie vor das ZNKR Curriculum, nidan versuchte sich an shoden, sandan übte chuden und in der (für mich neuen) yondan/godan Gruppe wurde okuden tachiwaza geübt. Neue Welten taten sich auf und wir nahmen viel mit.
Unser Dank geht an die Essener Crew, die Orga, die Helfer und die Lehrer:
Rudi Müller Sensei, kyōshi, nanadan
Andre zum Bruch Sensei, renshi, rokudan
Felice Brandi Sensei, renshi, rokudan
Ulrike Prib Sensei, rokudan
Udo Schneeweiß Sensei, rokudan
Rainer Brocks Sensei, rokudan
Claus Fricke Sensei, rokudan
Henrike Michaelis Sensei, rokudan

v.l.n.r.:Martina Doetsch, Judith Vidal, Mario Fischer, Aladdin Detlefsen, Barbara Weste, Kanji Tsunoda, Vivien Langner, Thomas Buntrock, Maja Müller, Simon Müller, Simon Müller, Susanne Horn, Jan Meußling, Fabian Freisinger
v.l.n.r.:Martina Doetsch, Judith Vidal, Mario Fischer, Aladdin Detlefsen, Barbara Weste, Kanji Tsunoda, Vivien Langner, Thomas Buntrock, Maja Müller, Simon Müller, Simon Müller, Susanne Horn, Jan Meußling, Fabian Freisinger

Filmpremiere "Der Frosch und das Wasser"
am 17.4.2026 in der "Gondel", Bremen

Bereits 2024 kontaktierte ein Filmteam von Pandora - Film das Aikidō - Zen Dōjō in Bremen, in dem wir zu dieser Zeit als Trainer fungierten. Die Kontaktaufnahme fand zwischen Barbara Weste von Pandora und Christiane Merten statt. Alsbald besuchte Thomas Stuber, der Regisseur, das Dōjō und überzeugte sich vom Stand der Dinge.
Der Hauptdarteller Aladdin Detlefsen und seine engste Vertraute Barbara Weste besuchten fortan regelmäßig das Training, um den traditionellen, japanischen Schwertkampf in den Grundzügen zu verinnerlichen. Zunächst in Bremen, dann wurde der Schwerpunkt nach Osnabrück verlegt. Beide erwiesen sich als überaus lernwillig und talentiert, das mag auch daran liegen, dass Barbara bereits eine Aikido - Vergangenheit hat. 
Seitens der Produktionsfirma Pandora-Films wurde angefragt, ob man eine ganze Truppe Iaid
ōka stellen könnte, um den Dreh glaubhaft zu machen. 

Dem folgten wir gerne. Aus ganz Deutschland kamen die Schwertkämpfer. Mario Fischer und Susanne Horn, Vivien Langner, Stefan Kranz, Maya und Simon Müller aus Halle / Saale. Fabian Freisinger, Jan Meussling und Rebecca Cramer aus Lich. Judith Vidal (aus Spanien!) und am Ende Martina Doetsch und ich vom Zanshin Kai Osnabrück. Die Drehorte waren Weimar, Köln und die Rheinfälle Schaffhausen.

An dieser Stelle noch einmal ein ganz besonderes Lob an die Caterer. Was es dort zu verspeisen gab, war von allererster Güte.

Die Geschichte des Film ist folgende. Günther Buschmann, genannt "Buschi", lebt in einer Einrichtung des betreuten Wohnens. Er kann nicht schwimmen, ist aber vielleicht genau deswegen von Wasser begeistert. Während eines Ausfluges schließt er sich spontan einer japanischen Reisegruppe an und lernt Kitamura-san kennen. Die Reisegruppe hält ihn für einen Yakuza (Gangster), weil er seine Sonnenbrille nie abnimmt. Er erklärt Buschi, dass "Bushi" in Japan Krieger bzw. Samurai bedeutet. Bushi trifft auf seinen Exkursionen auf einen Iaidōka, der von der Toilette kommt und Bushi folgt ihm in einen Saal, in dem Iaidō für eine Meisterschaft trainiert wird. Bushi lernt schnell und saugt vieles auf. Später wird er "Ipponme mae" im Hotelzimmer üben und jedes Mal, wenn er einen Stock in Händen hält, wird es zum Schwert. 

Der Film bietet viele Facetten, insbesondere, weil Bushi nicht spricht. Das bringt ab und an komische Szenen, die sich mit der Tragik der Hauptdarsteller abwechseln. Der Film läuft ab 30. April 2026 in deutschen Kinos. Prädikat: Super. Auch wenn die Iaidō - Szenen viel zu kurz sind.


NIaiB - Team auf der DIM 2026 München
NIaiB - Team auf der DIM 2026 München

32. Deutsche Iaidō - Meisterschaft
2026 in München 

 

 

Über 100 Wettkämpfer gaben sich auf der 32. Deutschen Iaidō Meisterschaft ein Stelldichein.Aufgrund der Masse an Kämpfern wurde ein strikter Zeitplan erstellt. Samstag zunächst die Kämpfe der rokudane, da die anschließend zum schiedsen benötigt wurden. Dann die Austragungen der mudan, shodan, nidan und sandan - Kategorie.
Zunächst fanden die so genannten Pool - Kämpfe statt. Drei oder vier (selten mehr) Kämpfer werden in Pools zusammengefasst. Die jeweils ersten zwei kommen weiter und dürfen in den K.O.-Kämpfen starten. In den Pool-Ausscheidungen zeigt man jeweils 3 kata; aufgrund der hohen Dichte der Teilnehmer ohne reiho. In den K.O.-Kämpfen werden 5 vorgegebene kata inklusive reihō vorgeführt. Wie der Name K.O. schon beschreibt: Der Gewinner der Runde kommt weiter. Immer wieder ist es erstaunlich, wie still es in einer so großen, lebhaften Stadt wie München werden kann, wenn die Final-Kämpfe stattfinden. 

Tag 2 startete mit den Einzelausscheidungen der godan-Kategorie, gefolgt von den yondanen. Auch dieses Teilnehmerfeld war so dicht, dass erst nach der Mittagspause die Team-Wettbewerbe starten konnten. 
Noch ein persönliches Wort. Wer nie bei einer DIM dabei war, verpasst wirklich etwas. Die Atmosphäre, die Freunde, die Gemeinschaft ansich ist ewahrlich Einzigartig. Die Gewinner im Einzelnen:

 

Goldmedaille Kategorie: mudan: Gregor Mellmann (MIaiB)
Goldmedaille Kategorie: shodan: Robert Fritsch (IaiBNO)
Goldmedaille Kategorie: nidan: Vladyslav Kryktenko (SWIV)
Goldmedaille Kategorie: sandan: Laura Brandi (SWIV)

Goldmedaille Kategorie: yondan: Luise Kirch (NRWIV)
Goldmedaille Kategorie: godan: Melike Bayram (NRWIV)
Goldmedaille Kategorie: rokudan: Felice Brandi (SWIV)
Goldmedaille Kategorie: TEAM: Anita Budavari, Nadja Ziller, Nicole Pawellek, Isabella Eberhardt (IaiBNO)

Mein persönlicher Glücksmoment sei hier noch festgehalten. Vollkommen unerwartet (und darum viel erschreckender, weil man ja in den Kämpfen immer weiß, wo man steht) war der kanto shō, Fighting Spirit. Das bedeutet, man hat konstant so gut gekämpft, dass man den Wettkampfrichtern aufgefallen ist. Diese Leistung wird gesondert hervorgehoben.  

 

Auf der Heimfahrt fielen wir wie Üblich in das tiefe Loch. Wir vermissten euch bereits, als die Autotür zuschlug. Am Ende noch eine Danksagung. Zunächst Robert Völkmann und sein Team für die Energie, Zeit und Organisation dieser einzigartigen Meisterschaft. Dank den Schiedsrichtern, die immer fair und objektiv waren und so manches Mal gefroren haben (wir sehen das!), Dank den vielen Helfern rundherum. Dank natürlich auch den Sensei, die uns auf Lehrgängen und in Trainings beständig besser machen.


Iaido - Seminar in Sotto il Monte Giovanni XXIII 
23. - 25. Januar 2026

mit

Furuichi Norio Sensei

 

Wie jedes Jahr ist der Auftakt der Iaido - Saison nicht nur etwas Besonderes, sondern findet alljährlich in Bergamo, genauer in Sotto il Monte Giovanni XXIII, statt. Es ist immer dieselbe Halle, immer dieselben Gesichter und immer wieder gut gelaunte Menschen,  freundlich und hilfsbereit und so steht Iaido für den Rest des Jahres unter einem guten Stern.

Üblicherweise ist an Tag 1 grundsätzlich koryu angesagt. Genauer gesagt: Omori ryu (shoden). Nachmittags wurden die Höhergraduierten dann in die Hasegawa Linie entlassen, während wir uns der Festigung der Omori Ryu widmen durften. Das Schema ist immer gleich. Wenn wir denken, wir können etwas, und dieses "Etwas" im stillen Kämmerlein einstudieren, verfestigen wir ebenso unsere Fehler. Wie gut, dass wir immer wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden!

Tag 2: ZNKR. Wie jedes Jahr gibt es Neuerungen aus Japan. Wir haben im Januar das Privileg, diese als Erste hören zu dürfen! Jedoch halten sich die Änderungen / Erweiterungendieses Jahr in Genzen. Aber dennoch müssen sie angesprochen werden. Samstag übten wir die kata 1 - 6 und es war wie immer ein AHA - Effekt. Bewundernswert, dass die Höhergraduierten, Furuichi Sensei, Piva Sensei, DeVecchi Sensei und Gege Sensei (alle Nanadan) nie die Geduld mit uns verlieren. Vielen Dank! Wir freuen uns auf das Sommer-Seminar!